Der Mindelheimer Philosophiepreis


Im Turnus von zwei Jahren vergeben die Stadt Mindelheim und die Maristenschulbrüder den mit 5.000 Euro dotierten Mindelheimer Philosophiepreis. In den Blick des Mindelheimer Philosophiepreises kommt Literatur für Kinder oder Jugendliche, die diese ermutigt, sich mit praktischen oder theoretischen Fragen der Philosophie auseinander zu setzen, die junge Menschen  in ihrem Fragen und suchen motiviert und zum Dialog anregt. Im Vordergrund steht dabei Literatur gegenwärtiger Autorinnen und Autoren.

Die Wahl des Preisträgers - das ist die Besonderheit des Mindelheimer Philosophiepreises - wird durch eine Jury aus Schülerinnen und Schülern vorgenommen, die an den philosophischen Unterrichtsangeboten des Maristenkollegs teilnehmen.

 


Schirmherr Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger


 

Schirmherr des Mindelheimer Philosophiepreises ist der Augsburger Weihbischof Dr. theol. Dr. rer. pol. Anton Losinger.  Anton Losinger studierte Philosophie und Katholische Theologie an der Universität Augsburg und empfing im Jahr 1983 die Priesterweihe. 1988 wurde er im Fach Theologie mit der Dissertation „Iusta autonomia.  Studien zu einem Schlüsselbegriff des Zweiten Vatikanischen Konzils“ promoviert. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre  folgte 1993 die Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Dissertation „Gerechte Vermögensverteilung. Das Modell Oswald von Nell-Breunings.“ Anschließend war Anton Losinger von 1994 bis 1995 Gastprofessor an der School of Philosophy der Catholic University of America in Washington D.C. 1997 bis 2000 war Losinger als Pfarrer in den Gemeinden St. Peter und Paul in Irsee im Allgäu und St. Laurentius in Ingenried tätig. Im Jahr 2000 folgte die Ernennung zum Domkapitular und Leiter des Referates „Schule und Bildung“ im Bischöflichen Ordinariat des Bistums Augsburgs. Am 6. Juni 2000 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Vazi-Sarra und zum Weihbischof in Augsburg. Im Jahr 2005 wurde Weihbischof Losinger durch Beschluss der Bundesregierung in den Nationalen Ethikrat, 2008 vom Bundestagspräsidenten in den Deutschen Ethikrat berufen.

 


1. Mindelheimer Philosophiepreis (2009): Stephen Law


 

Stephen Law studierte Philosophie am Queen's College in Oxford und schloss mit einer Dissertation ab. Er ist heute Dozent für Philosophie am Heythrop College, Universität London und Herausgeber des Journals "Think" vom Royal Institute of Philosophy. Für sein im Eichborn Verlag erschienenes Buch „Warum die Kreter lügen, wenn sie die Wahrheit sagen und andere Abenteuer der Philosophie. Eine Einleitung zum Denken“ wurde er am 20. Mai 2009 mit dem erstmals vergebenen Mindelheimer Philosophiepreis ausgezeichnet.

 

 

 


 2. Mindelheimer Philosophiepreis (2011): Wolfram Eilenberger


 

Die Jury hat ihre Wahl getroffen: Dr. Wolfram Eilenberger wird am 1. Juni 2011 für sein Buch "Philosophie für alle, die noch etwas vorhaben" mit dem Mindelheimer Philosophiepreis 2011 ausgezeichnet. Eilenberger,1972 in Freiburg im Breisgau geboren, studierte Philosophie, Psychologie und Romanistik in Heidelberg, Turku und Zürich. 2008 wurde er in Zürich mit einer Arbeit zur Kulturphilosophie Michail Bachtins zum Doktor der Philosophie promoviert. Sein publizistisches Schaffen zeichnet sich durch eine Anwendung philosophischer Perspektiven auf Fragen der Politik, der Alltagskultur und des Sports aus.  Mehr...